Umgangsformen

Höfliche Umgangsformen sind wichtig, werden einem hoffentlich bereits in der Kindheit beigebracht und man sollte sie bis zum Ende des Lebens beibehalten. Gerade in Zeiten, wo Facebook von Leuten genutzt wird um andere Menschen zu beleidigen, ist hin und wieder darauf hinzuweisen. An dieser Stelle soll es aber um etwas anderes gehen.

Am 02. Dezember 2016 erhielt ich, wie viele andere Fans vermutlich auch, eine E-Mail mit Informationen zum Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund. Angesprochen und verabschiedet wurde ich folgendermaßen:

Sehr geehrter Herr […]

Mit freundlichen Grüßen
SC Paderborn 07e. V.

Über das fehlende Leerzeichen beim Vereinsnamen schaue ich mal großzügig hinweg. Was mich stört, ist die Anrede. Gegen Höflichkeit ist nichts einzuwenden, aber laut Wikipedia handelt es sich bei der Anrede um einen Ausdruck der Hochachtung oder Wertschätzung und ehrlich gesagt erscheint mir das ein wenig übertrieben, fast schon unangebracht. Verein und Fans gehören doch zusammen und tauschen sich nicht hochoffiziell oder formal aus, sondern sollten sich in meinen Augen als Gemeinschaft betrachten, in der man familiär-freundschaftlich miteinander umgeht. Vielleicht passt das Duzen, wie es bei den Schalkern gepflegt wird, nicht ganz zum SCP (warum eigentlich nicht?), aber gerade in schweren Zeiten sollte man das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht unnötig schwächen, indem man mit der Sprache Barrieren aufbaut. Stattdessen könnte man es so wie der BVB und wahrscheinlich noch viele andere Vereine handhaben und vor dem Namen ein Liebe/r, Guten Tag oder Hallo setzen, statt den aktuell benutzten Ausdruck der Hochachtung und Wertschätzung.

Wie seht ihr das? Bei dem Thema interessiert mich sehr stark, was andere denken. Hinterlasst doch einen Kommentar zu dem Thema unter diesem Artikel, anonym auf tellonym.de oder in den sozialen Netzwerken.

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2 Gedanken zu “Umgangsformen

  1. Tja, das ist vielleicht aber auch symptomatisch für diesen Verein. Ich kann ja auch nicht von ihm lassen, leide grad saumässig unter dem beschähmenden Auftreten in Liga 3 (kaum zu glauben, wo wir noch vor zwei Jahren waren). Dieser Verein tut viel zu wenig dafür, als traditioneller Verein wahrgenommen zu werden. Da werden langjährige Spieler suspendiert (Effe war doch nur das ausführende Organ). Da werden Eintrittpreise verlangt, wie sie sonst bei international spielenden Vereinen üblich sind. Da wird gefeuert, neu geholt und amateurhaft gehornbergert.
    Was diesem Verein total fehlt, ist eine Bindung zu den Fans, ist Emotion, ist Nähe. Vielleicht sind wir einfach einer dieser ungeliebten (Finke-)Werksclubs? Der Fisch stinkt vom Kopf!

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