Sport-Blogs sind tot! Ich fange damit gar nicht erst an!

Ob Sport-Blogs tot sind oder nicht wurde in einem Podcast auf der diesjährigen republica thematisiert. Unterhalten haben sich zu dieser Fragestellung Mitwirkende von Textilvergehen und Fokus Fußball. Dabei ist eine ausgesprochen interessante und aufschlussreiche Diskussion entstanden und jeder der eine Stunde Zeit hat, sollte unbedingt mal hineinhören. Ich möchte an dieser Stelle loswerden, wie ein Anfänger auf das ganze Thema schaut. Dieser Blog ist zwar nicht der erste, den ich regelmäßig betreibe, aber zum ersten Mal in meinem Leben widme ich mich ausschließlich dem Fußball.

Hohe Einstiegshürden

Mit einem Blog anzufangen ist nicht einfach. Ich habe tatsächlich Wochen mit mir gekämpft und überlegt, ob es tatsächlich eine gute Idee ist, regelmäßig meine Meinung zum Thema Fußball kundzutun. Warum? Einerseits war ich mir nicht sicher, ob mein Sachverstand dafür ausreicht. Andererseits hat man immer das Problem, dass gefühlt 95% der Leute eine andere Meinung haben, dazu aber zum Großteil kompletten Blödsinn erzählen. Entscheidet man sich dennoch dazu einen Blog zu eröffnen, steht man im ersten Moment da und weiß nicht, wie man Leser gewinnen soll. Simple Spielberichte kann man tausendfach woanders besser lesen. Ist man Fan eines großen Vereins bringen auch wackelige Handyvideos nichts, da es auf YouTube mit Sicherheit Leute gibt, die den gehaltenen Elfmeter und die Choreographie besser eingefangen haben.

Genau das wird auch in dem Podcast angesprochen! Einzigartiger und kreativer Content ist wichtig, damit Leute überhaupt an dem interessiert sind, was man eigentlich macht. Das war mir vor dem Start bewusst und auch der @breitnigge erinnerte mich kürzlich auf Twitter wieder daran, dass man dich nur liest, wenn du Relevantes schreibst. Nimmt man all dies zusammen und ist man sich diesen Herausforderungen bewusst, muss man einiges an Mut aufbringen, um überhaupt mit dem Bloggen zu starten.

Vernetzung

Blogs lebten früher (und auch noch heute) vom Verlinken! Das zählt bei mir und wohl auch bei vielen anderen zu den großen Schwächen. Blogger sind immer weniger vernetzt. Gerade als Anfänger ist man diesbezüglich wirklich aufgeschmissen. Als ich das Sportbloggernetzwerk fand, stand ich vor verschlossenen Toren, keine Anmeldung mehr möglich! Blogrolls waren teilweise völlig überaltert und ich hatte einiges an Mühe, meinen RSS-Reader vernünftig aufzufüllen. Sich auf Twitter zu etablieren, ist harte Arbeit, wenn man bei 0 Follower anfängt. Eine Facebook-Seite baut sich auch nicht von selbst auf. Link-, Follower- und Like-Geiz sind das Frustrierendste mit dem am Anfang zu kämpfen hat, denn ohne Vernetzung verirrt sich niemand auf den Blog.

Alles nicht so schlimm?

Ich habe an dieser Stelle nur ein paar Punkte angerissen, die einem vom Bloggen abhalten. Ich bin sogar noch in einer guten Position, da ich nicht viel „Konkurrenz“ habe. Als Bayern-Fan ist die Sache vermutlich um ein Vielfaches schwerer. Hinzu kommen Schwierigkeiten wie technische Probleme, das Sommerloch, mangelnde Lust. Nun kommt aber die gute Nachricht. Wenn man als Anfänger keine innovative Idee hat, nicht kreativ ist und zunächst einfach nur Spielberichte schreiben möchte, dann sollte man das tun! Wer bloggt, macht Fehler. Dies ist ausdrücklich erlaubt und gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Ist man mit Leidenschaft dabei, kommen die guten Ideen von alleine und man wird Schritt für Schritt besser. Man wird vielleicht kein Trainer Baade, aber jeder hat mal klein angefangen. Der erste Blogeintrag auf breitnigge.de ist ein Zitat und somit alles andere als mustergültig für den Start eines Blogs! Also meine Damen und Herren: Fangt an zu bloggen und habt Spaß dabei!

Ein Gedanke zu “Sport-Blogs sind tot! Ich fange damit gar nicht erst an!

  1. Hallo Stefan,
    mein Blog ist gestern ein Jahr alt geworden, ich kenne die von Dir beschriebenen Phänomene nur zu gut. Deshalb ist mein Rat an alle, die einen Blog beginnen möchten, ihn schlichtweg so zu schreiben, dass sie ihn selbst gerne lesen. An die Leser zu denken ist wichtig, aber das wirklich faszinierende an einem Blog ist für mich nicht unbedingt seine Zielgruppenorientierung, sondern die Einzigartigkeit des Autors. Nicht jeder Blog kann ein Mega-Erfolg werden, deshalb ist in meinen Augen die wichtigste Motivation die Freude am eigenen Tun. Ist das der Fall, wird sich der Blog mit der Zeit weiter entwickeln und vielleicht auch wachsen.
    Beste Grüße aus OF,
    Markus
    PS Auch an dieser Stelle natürlich nochmals Glückwünsche zum Aufstieg. Dein Verein ist deinem Blog in die erste Liga gefolgt!

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