Unerträglich

Eine furchtbare Woche liegt hinter mehr! Nicht weil die Spieler des SC Paderborn 07 innerhalb von zehn Tagen eine phänomenale Leistung ablieferten und gleichzeitig die Konkurrenz Punkte im Überfluss liegengelassen hat, sondern weil ich keins der drei Spiele im Stadion verfolgen konnte. Normalerweise ist mein Besuch und meine Unterstützung bei einem Heimspiel Pflicht, aber letzten Dienstag sorgte ein böser Infekt für eine Zwangspause bei mir. Die Auswärtsspiele boten sich für mich auch nicht an, obwohl ich sicher nach Berlin gefahren wäre, wenn wir nicht ein arbeitnehmerunfreundlichen Termin am Freitag Abend abbekommen hätten. Ich möchte aber hier nicht über die Ansetzungen der DFL meckern, denn da kann sicher jeder sein Liedchen von singen.

Wirklich unerträglich für mich ist das Verfolgen des Spiels alleine zu Hause. Ich meckere zwar genauso wie im Stadion, auch wenn niemand in meiner Nähe ist, aber das Klatschen und Singen zur Ablenkung fällt komplett weg. Hat man außerdem niemanden mit dem man diskutieren kann, beißt man in den Fanschal, knabbert an den Fingernägeln oder rennt in der Wohnung auf und ab, nur um irgendwie die Energie, die in einem steckt, loszuwerden. Manchmal macht man die Live-Übertragung aus, weil es man es einfach nicht erträgt tatenlos zu verfolgen, was gerade auf dem Platz passiert. Nach fünf Minuten schaltet man wieder ein, um festzustellen, dass seit dem Ausschalten gerade mal zwei Minuten vergangen sind. Merke! 90 Minuten im Stadion sind 100 Minuten im TV, 130 Minuten im Radio und 190 Minuten im Liveticker (F5 – F5 – F5 – F5 – F5). Deswegen freue ich mich sehr darauf am Freitag endlich wieder live vor Ort zu sein, denn auch bei den Emotionen, die man im Stadion erlebt, gilt in leichter Abwandlung eine alte Redewendung: Auf 10.000 Personen aufgeteilte Freude, ist ver-10.000-fachte Freude und Leid wird durch 10.000 geteilt, wenn 10.000 Leute mitleiden.

Zum Glück stehen bis zum Saisonende nur noch sechs Spiele für den SCP an (na gut, vielleicht auch zwei Spiele mehr), von denen vier zu Hause stattfinden. Das Maß der Unerträglichkeit ist damit auf einem verkraftbaren Niveau, aber eins steht für mich fest: In der Benteler-Arena fehle ich bis zum Ende der Saison bei keinem Spiel mehr.

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4 Gedanken zu “Unerträglich

  1. …Freitag bin ich das erste mal dieses Jahr nicht im Stadion. …aber den Rest der Saison. ..wobei das letzte Spiel am 11.05 auch noch fraglich ist. 😦

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  2. Das von Dir schön geschilderte Szenario kommt mir sehr bekannt vor… Am Gründonnerstag wird es mich voraussichtlich in dieser Saison auch bei einem Heimspiel das erste (und hoffentlich einzige) Mal erwischen, ebenfalls wegen beruflicher Verpflichtungen… Viel Erfolg für den Saisonendspurt!

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  3. Pingback: #Link11: Gegen den schönen Fußball! | Fokus Fussball

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