Rückblick 2017/18

Es folgt im bewährten Format mein persönlicher Saison-Rückblick Nummer 5.

besuchte Heimspiele: 20/25 (80%)
besuchte Auswärtsspiele: 10/23 (43%)

schönstes Spiel: 5:0-Sieg beim Auswärtsspiel gegen den VfL Osnabrück.
schmerzhaftestes Spiel: 0:1-Niederlage zuhause gegen Rot-Weiß Erfurt.

bester Mann: Steffen Baumgart, ein absoluter Glücksgriff für den Verein.
bester Spieler: Marlon Ritter, auch wenn mindestens drei weitere Spieler diesen Titel verdienen.

Der Aufstieg

Nicht zu fassen, dass zum fünften Mal in Folge der SCP auf einem Auf- oder Abstiegsplatz die Saison beendet. Langweilig können wir wohl nicht.

Wie konnte das passieren?

Niemand ist unersetzbar – zumindest sagte man das, nachdem Dennis Srbeny völlig überraschend in der Winterpause nach England ging. Vermutlich stimmt diese Aussage sogar für die Spieler. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass ein Steffen Baumgart zurzeit schwer ersetzbar und ein Markus Krösche vermutlich so gut wie gar nicht ersetzbar wäre. Die beiden Architekten des Erfolgs haben eine überragende Mannschaft zusammengebastelt und bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten. Gerade die lokale Verwurzelung von Markus Krösche stimmt mich sehr optimistisch, dass wir noch lange Zeit Freude an seiner Arbeit haben werden.

Die Reaktionen

Beim Westfalen-Blatt zieht man den Hut, die Mannschaft bedankt sich für einen gern von gegnerischen Fans angestimmten Gesang auf ihre eigene Art und Weise und ein Blogger freut sich endlich wieder in der 2. Bundesliga zu sein. Die Zeiten der großen Berichte zum SCP sind längst vorbei, aber den Fans, die den ganzen Mist der letzten Jahre mit durchgemacht haben, sei dieser Aufstieg vergönnt. Das Schlimmste haben wir wohl hinter uns.

Ausblick

Sportlich ist die Marschrichtung klar! Der Sport-Club will die Klasse in Liga 2 halten und sich wieder etablieren. Wirtschaftlich ist das nächste große Ziel mit der Ausgliederung ebenfalls klar vorgegeben. Andere Punkte lassen nach wie vor zu wünschen übrig. Auch im sechsten Jahr von schwarzundblau.com wird es viel zu berichten geben und ich freue mich, dass die Reise nun in der 2. Bundesliga weiter geht.

meine Hinrunde 2017

Vor einem Jahr blickte ich noch mit gemischten Gefühlen auf die anstehende Rückrunde. Ein Jahr später sieht die Lage ganz anders aus.

besuchte Heimspiele: 9/13 (drei Liga-Spiele und ein Westfalenpokal-Spiel verpasst)
besuchte Auswärtsspiele: 3/13 (sechs Liga-Spiele und drei Westfalenpokal-Spiele verpasst)

schönstes Spiel im Stadion: 3:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück
schmerzhaftestes Spiel im Stadion: 0:1-Niederlage in Magdeburg

bester Neueinkauf: Dennis Srbeny
enttäuschendster Neueinkauf: –

Wo stehen wir?

Stand jetzt muss man von einer wundersamen Wiederauferstehung sprechen. Im Frühjahr war der Verein noch mehr als tot, nachdem man den dritten sportlichen Abstieg in Folge erleiden musste. Ein Lizenzentzug eines anderen Vereins und ein halbes Jahr später steht der SCP auf dem ersten Tabellenplatz der 3. Liga und sammelte dabei unfassbare 43 Punkte. Die beiden Architekten des Erfolgs Markus Krösche und Steffen Baumgart haben ganze Arbeit geleistet. Statt Trostlosigkeit herrscht fortan grenzenloser Optimismus in Paderborn und eigentlich kann nur ein Ziel für 2018 vorgegeben werden: Auf in Liga 2!

Was wünsche ich mir?

Lieber SCP, ich wünsche mir

  • den Aufstieg in die 2. Liga,
  • den Westfalenpokal-Titel,
  • eine weitere Runde im DFB-Pokal,
  • einen Auswärtssieg in Osnabrück,
  • regelmäßig mehr als 10.000 Zuschauer.

Rückblick 2016/17

Ohne Rückblick verabschiede ich mich bekanntlich nicht in die Sommerpause.

besuchte Heimspiele: 20/23 (87%)
besuchte Auswärtsspiele: 12/22 (55%)

schönstes Spiel: 1:0-Sieg beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Köln
schmerzhaftestes Spiel: 0:0-Unentschieden beim Auswärtsspiel in Osnabrück

bester Mann: Markus Krösche, da er nach Paderborn zurückgekehrt ist, um hier am Wiederaufbau mitzuwirken.
bester Spieler: Aykut Soyak, da er eindrucksvoll gezeigt hat, dass gute Jugendarbeit sich auszahlen kann.

Der Abstieg

Und täglich grüßt das Murmeltier. Wir sind abgestiegen, mal wieder.

Wie konnte das passieren?

Kein Konzept, kein Geld, keine Mannschaft: Eigentlich weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Aus alten Fehlern hat man scheinbar nicht gelernt und nun eine mehr als saftige Rechnung dafür bekommen. Ob wir den Verein jemals wieder im Profifußball sehen werden, ist fraglich und ob eine eventuelle Lizenzverweigerung für den Chemnitzer FC unsere Rettung darstellt und wir die Darmstädter Geschichte wiederholen, ist auch eher unwahrscheinlich.

Die Reaktionen

Auch dieses Jahr konnte man sich auf Twitter verlassen. Es gab keine Häme, sondern aufmunternde Worte für die SCP-Fans. Teils ergreifende Bilder gibt es auf westfalen-blatt.de und sonst hielt man sich überregional erstaunlich zurück in der Berichterstattung. Nach Bundesliga, Effe und drei Abstiegen in Folge taugt der SCP nun wohl nur noch als Randnotiz in den Medien.

Ausblick

Das Projekt schwarzundblau.com geht in die fünfte Saison. Da nun aber voraussichtlich erstmals aus der Regionalliga berichtet wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich einige Dinge ändern werden. Insbesondere die schwache mediale Präsenz und eine fehlende Live-Berichterstattung im Fernsehen oder Internet gehören zu den größten Herausforderungen. Dennoch geht es weiter, denn wie sangen die Fans so schön?

Schwarz und Blau du bleibst bestehen…