Zu Besuch beim FC Seoul

Ohne Fußball geht es nicht, erst recht nicht im Urlaub! Glücklicherweise wird in der höchsten koreanischen Liga – der K League Classic – auch während der WM gespielt und so kam es dazu, dass ich am 12. Juli 2014 zu Gast im Seoul-World-Cup-Stadion war. An dem Ort, an dem einst Michael Ballack Deutschland ins WM-Finale schoss, spielte an diesem Tag der FC Seoul gegen die Suwon Samsung Bluewings.

Die Liga

Ohne zu sehr auf das Fußball-System in Südkorea eingehen zu wollen, sind einige Gegebenheiten für den europäischen Fußball-Fan doch sehr ungewöhnlich. Ich staunte beispielsweise darüber, dass der FC Seoul mit dem Gründungsjahr 1983 zu den „Traditionsvereinen“ gehört. Dafür kommt man im Gegensatz zu vielen Konkurrenten in der Liga ohne Sponsor im Clubnamen aus. Es gibt aber auch Dinge, die in Südkorea und in Deutschland attraktiv sind, z.B. Derbys. Da aber aktuell kein weiterer Hauptstadtverein ganz oben mitspielt, wird kurzerhand in der kommenden 2015er-Saison ein neu aufgebautes Fußballteam aus Seoul in die zweithöchste Liga eingestuft. Das wäre in der Bundesliga wiederum unvorstellbar.

Das Spiel

Satte 46.549 Zuschauer zog dieses Spiel an, zu diesem Zeitpunkt Bestwert der 2014er-Saison, obwohl es sich um ein Mittelfeld-Duell handelte. Am Ende sah ich ein 2:0 für die Heimmannschaft, welches nichts besonders spektakulär war. Außerdem verpasste ich das erste Tor, weil ich gerade damit beschäftigt war mir ein Bier für umgerechnet 2 Euro zu kaufen. Dazu die 10 Euro Eintritt für den Gästebereich mit freier Steh- oder Sitzplatzwahl lassen mich aber nicht meckern.

Das Drumherum

Die Sicherheitskontrollen am Eingang waren weniger streng als in Deutschland. Vielleicht hat man in Seoul weniger Probleme mit Pyrotechnik, weil beim Anpfiff und bei einem Tor drei Leuchtraketen abgefeuert werden. Die Fans supporten ihr Team, so wie ich es gewohnt war. Es wurde geklatscht, gehüpft, gesungen und Fahnen wurden auch geschwenkt. Eine Choreographie des FC Seoul sah weniger geglückt aus, weil man es nicht schaffte ein überdimensionales Trikot auf den Rängen bis nach oben zu ziehen. Dafür wurde man hin und wieder im Stadion mit Vuvuzela-Lärm belästigt.

Bilder

Ein paar Aufnahmen aus dem Stadion wurden in der Galerie abgelegt.

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